Tagespflege

Aufenthalt mit Kuschelfaktor

Sie bringen ihm Leckerlis mit, streicheln ihn und gehen mit ihm spazieren, der Schäferhundmischling Caleu ist der kleine Prinz der ASB-Tagespflege.

Einer unserer Gäste ist so vernarrt, dass er immer auf alle Viere zu Caleu runter geht, um ihn zu streicheln,“ schmunzelt Tagespflegeleiterin und Hundehalterin Henrike Schoo. Tatsächlich scheinen die meisten Tagesgäste den Besuchshund zu lieben. Nicht nur, dass sie ihn streicheln, mit ihm sprechen und ihm ab und an heimlich etwas zu fressen zu stecken. Nein. Mitunter ist er wirklich heilsam.

 

Zum Beispiel dann, wenn ein Gast aufgrund seiner Demenz die bekannte Hinlauf-Tendenz an den Tag legt, nicht weiß, wo er sich befindet und unbedingt nach Hause möchte. Dann greift Schoo zu ihrer vierbeinigen Geheimwaffe und geht mit Hund und Gast eine Runde um den Block oder im Garten spazieren. Dadurch sei der Gast abgelenkt und beruhige sich wieder. Beruhigend wirkt der verschmuste Mischling auch auf Menschen mit Spastiken, die durch das Streicheln und seine Nähe wieder entspannen. Es ist einfach so: Die ehrliche und geduldige Art der Hunde hilft alten und kranken Menschen dabei, Vertrauen zu fassen, sich zu öffnen und weckt bei manchen sogar verloren geglaubte Erinnerungen.

 

Dazu ist Caleu auch für Situationen gerüstet, in denen es stressiger zugeht. Hat er doch die offizielle ASB-Ausbildung zum Besuchshund absolviert. Dabei musste er verschiedene Aufgaben bewältigen, die seine Ruhe und Selbstsicherheit bewiesen. So musste er gelassen neben seiner Halterin gehen und stehen, während fremde Menschen auf sie zu kamen, durch Menschenmassen laufen oder ruhig bleiben, wenn es ordentlich krachte. All das meisterte der Hunde mit Gravur, so dass er aus der Tagespflege nicht mehr wegzudenken ist.