ASB-Fahrdienst

Sicherheit im Auto

Wie schnallt man sich im Auto richtig an und warum ist gerade die kalte Jahrezeit dabei so tückisch? Die Polizei gibt Antwort.

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Wie schnallt man Kinder richtig an? Blöde Frage denken Sie? Ein Blick auf die Statistik beweist das Gegenteil. Laut der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) sind nur 35 Prozent der Kinder im Auto richtig gesichert. Viele sitzen zwar im Kindersitz, sind aber falsch angeschnallt, andere wiederum sitzen angeschnallt aber ohne Kindersitz im Fahrzeug und wieder andere sind weder das eine noch das andere. Dabei passieren laut dem ADAC 70 Prozent aller Unfälle von Kindern im Auto.

Da auch unser Fahrdienst häufig Kinder befördert, sie zur Schule bringt und wieder abholt, warnt die Abteilungsleiterin Sonja Engelke-Kathe: „Zur Winterzeit tragen die Fahrgäste dicke Winterjacken. Das bringt viele Gefahren mit sich“. Sie spricht bewusst nicht nur von den Kindern, denn egal ob klein oder groß, wer mit dicker Jacke im Anschnallgurt sitzt, ist nicht so sicher wie er vielleicht denkt.

Daher war Lena Steinbrecher zu Besuch. Die Beamtin fuhr jahrelang Streife, ist seit diesem Jahr Mitglied im Präventionsteam der Polizei und kann daher auf einen enormen Wissens- und Erfahrungsschatz zurückgreifen. Anhand einer Präsentation und anschaulichen Videos erklärte sie den ASB-Fahrern, Mitarbeitern der Lebenshilfe sowie anderen Interessierten wie man richtig vorgeht. Kurz gesagt

  • muss man bis zu einer Größe von 1,50 Meter oder bis zwölf Jahre im Kindersitz sitzen,
  • damit der Gurt nicht am Bauch sitzt, sondern auf dem Becken.
    Nur so ist gewährleistet, dass der Gurt bei einem Aufprall nicht in den Bauch  einschneidet und Organe verletzt.

  • Gefütterte Jacken sind aus- oder zumindest hochzuziehen, damit der Gurt auf dem Becken liegen kann.

  • Der schräg verlaufene Gurt darf nicht direkt am Hals liegen, sondern muss über der Schulter verlaufen.

  • Kleinkinder sind am Sichersten in einem rückwärts gerichteten Kindersitz, da ihre Halswirbelmuskulatur noch nicht komplett ausgereift ist und den Kopf bei einem Aufprall (mit einem nach vorne gerichteten Sitz) noch nicht halten kann.

  • Der beste Platz für einen Kindersitz ist hinter dem Beifahrer.

Des Weiteren erläuterte Steinbrecher die verschiedenen Sicherungssysteme, die Feinheiten zum Transport von Rollstuhlfahrern und warnte vor Flüchtigkeitsfehlern aufgrund von Routine.

Einfach ins Auto setzen, ist nun nicht mehr. Mag es auch noch so lästig sein, die dicke Winterjacke wird zumindest hochgeschoben.

 

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